Das Wickeln unserer Neugeborenen

Rebecca Michi

Viele Eltern stellen oft Fragen zum Thema Pucken. Viele sind sich weder sicher, wie man es am besten macht, noch warum sie es überhaupt tun sollten. Manche Eltern haben es bereits ausprobiert und haben ihre Gründe, warum sie dabei nicht geblieben sind: Das Baby mochte es nicht, eingewickelt zu sein, die Wickeldecke blieb sowieso nie an Ort und Stelle, ich möchte, dass ihre Arme frei sind, damit sie sich selbst beruhigen kann, usw.

Inwiefern hilft das Pucken einem Baby?

Das Einwickeln ist nicht nur niedlich, weil man so einen kleinen Baby-Burrito zaubert. Es ist auch gut für dein Baby (und für dich!). Zwar gibt es viele Gründe, warum sich viele Eltern dagegen entscheiden, ihre Neugeborenen einzuwickeln, doch gibt es weitaus gewichtigere Gründe, warum du es tun solltest! Hier sind nur einige davon:

Sicherer Schlaf

Studien haben gezeigt, dass Neugeborene, die gewickelt und auf dem Rücken in das Bettchen gelegt werden, seltener Decken über den Kopf ziehen. Durch das Wickeln fällt es Babys zudem schwerer, sich auf den Bauch zu drehen, wodurch das Erstickungsrisiko weiter verringert wird. Sobald Ihr Baby sich auf den Bauch drehen kann, sollten Sie mit dem Wickeln aufhören. Bis dahin kann es jedoch dazu beitragen, das Risiko für den plötzlichen Kindstod zu senken.

Es wirkt beruhigend

Es gibt eine Theorie zum sogenannten vierten Trimester, nach der Babys eigentlich drei Monate zu früh geboren werden. Das bedeutet: Je besser wir die Bedingungen im Mutterleib nachbilden können, desto besser können wir unsere Neugeborenen beruhigen. Das Pucken kann Neugeborenen ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit vermitteln und sie warm und behaglich halten, ohne dass sie überhitzen. Das Einwickeln stellt das beruhigende und geborgene Gefühl im Mutterleib wieder her, was bedeutet, dass Neugeborene weniger wahrscheinlich weinen und eher besser schlafen.

Es steuert den Schreckreflex

Wird der Schreckreflex Ihres Babys stärker? Manche Babys wecken sich selbst auf, indem sie mit Armen und Beinen um sich schlagen, wenn sie durch ein lautes Geräusch erschrecken. Das ist zwar für die neurologische Entwicklung Ihres Babys normal, doch das Einwickeln hilft, den Schreck- oder Moro-Reflex zu kontrollieren und sorgt so für einen besseren Schlaf. Wenn Sie verhindern, dass Ihr Neugeborenes unwillkürlich mit Armen und Beinen strampelt, trägt dies auch dazu bei, seine motorischen Fähigkeiten insgesamt zu verbessern.

Babys weinen weniger, wenn sie eingewickelt sind

Und warum sollten sie auch nicht? Sie fühlen sich in ihrem kleinen Kokon geborgen, sicher und beruhigt – warum sollten sie also weinen, es sei denn, sie brauchen etwas? Viele Eltern haben zudem festgestellt, dass das Pucken bei Babys mit Koliken hilft. Der leichte Druck durch das Pucktuch und das Gefühl, in einem Kokon zu sein, ahmen die Gebärmutter nach, wirken gegen Reizüberflutung und schenken Babys und Eltern die dringend benötigte Ruhe.

Das Einwickeln ist ideal bei Reflux bei Säuglingen

Babys mit Säuglingsreflux sprechen gut darauf an, da das Wickeln den Körper in einer Position hält, die verhindert, dass Magensäure in die Speiseröhre zurückfließt. Wie bereits erwähnt, wirkt es zudem beruhigend.

Tipps zum Wickeln von Neugeborenen

Das Wickeln ist sanft, nützlich und sicher für Babys – vorausgesetzt, man macht es richtig.

Tipp 1: Wickeln Sie Ihr Baby vom ersten Tag an

Wahrscheinlich haben die Krankenschwestern Ihr Neugeborenes im Krankenhaus eingewickelt. Wenn das der Fall war, hören Sie nicht damit auf. Wenn Sie weiter einwickeln, solange es für Ihr Neugeborenes sicher ist, sollte es gar keine Gelegenheit haben, sich dagegen zu wehren.

Tipp 2: Wickeln Sie das Baby fest, aber nicht zu fest ein

Die American Academy of Pediatrics erklärt, dass das Wickeln in Ordnung ist, solange das Tuch nicht zu fest sitzt und es Ihrem Baby nicht erschwert, zu atmen oder die Hüften zu bewegen. Sie sollten 2–3 Finger zwischen das Wickeltuch und die Brust Ihres Babys schieben können, und beim hüftfreundlichen Wickeln sollten sich die Beine Ihres Babys an den Hüften nach oben und außen beugen lassen. Wickeltücher sollten auch nicht zu locker sein, damit sie sich nicht lösen und das Gesicht Ihres Babys bedecken.

Tipp 3: Legen Sie das Baby auf den Rücken

Wenn Sie Ihr Baby zum Schlafen hinlegen, legen Sie es immer auf den Rücken. Das ist die sicherste Schlafposition für Neugeborene.

Tipp 4: Wickeln Sie Ihr Baby zur richtigen Zeit

Wie oft sollte man ein Neugeborenes wickeln? Am besten wickelt man das Baby während der Nickerchen, vor dem Schlafengehen und vielleicht auch, wenn es unruhig ist. Manche Eltern nutzen das Wickeln als Einschlafhilfe. Wenn Sie sich für das Wickeln entscheiden, lassen Sie Ihr Baby während der nächtlichen Fütterungen gewickelt und beim nächtlichen Windelwechseln teilweise gewickelt. Allerdings sollten Sie es während der Fütterungen am Tag oder in den „Wachphasen“ nicht wickeln.

Tipp 5: Treffen Sie Vorkehrungen, um eine Überhitzung zu vermeiden

Das Einwickeln kann dazu führen, dass Babys überhitzen, wenn sie sich in einem warmen Raum befinden und zu warme Kleidung tragen, während sie eingewickelt sind. Experten empfehlen, die Raumtemperatur im Babyzimmer auf 20 bis 22 Grad Celsius zu halten. Sie sollten Ihr Baby außerdem in warme Kleidung wie einen Schlafanzug oder einen Body mit Hose kleiden, jedoch nicht in mehreren Schichten. Schwitzen, rote Wangen und schnelle Atmung sind Anzeichen dafür, dass Ihr Baby überhitzt ist.

Tipp 6: Achten Sie auf die Signale Ihres Babys, wann es genug hat

Babys sollten nicht mehr gewickelt werden, sobald sie sich umdrehen können oder körperlich aktiver werden. Einige Experten raten dazu, das Wickeln im Alter von etwa zwei Monaten einzustellen, während andere sagen, man könne bis zum Alter von etwa vier Monaten warten. Sobald es Zeit ist, damit aufzuhören, sollten Sie Ihren kleinen Wirbelwind vom Wickeltuch auf einen Babyschlafsack umstellen, damit Ihr Baby weiterhin den Schlaf bekommt, den es braucht – und den Sie sich verdient haben. Hier sind 10 weitere bahnbrechende Schlafprodukte für Babys, die Ihnen und Ihrer Familie helfen könnten.

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